Dienstag, 18. Oktober 2011

Nur noch wenige Tage bis zur ersten YEP-Indienreise

Am 28.10 startet die erste Reisegruppe des YOUTH ENCOUNTER PROGRAMME nach Indien.
Das Jugendbildungs- und Begegnungswerk setzt damit den Startschuß für die Möglichkeiten junger Menschen den Begriff "interkulturelles lernen" in die Realität umzusetzen.

Unsere Projektpartner vor Ort in Indien sind die HOLY CROSS SISTERS in Bangalore und in Kozhikode(Calicut) an der Westküste im Süden Indiens. Dort gibt es das HOLY CROSS INSTITUTE OF MANAGEMENT AND TECHNOLOGY. Eine Hochschule. Die Reisegruppe wird dort in direkten und praktischen sog. "Department Days" gemeinsam mit indischen Studierenden einen intensiven Erfahrens- und Erlebnisaustausch erleben.

Wir werden hier an dieser Stelle den Kontakt mit Deutschland aufrechterhalten und es lohnt sich ab dem 28. immer mal wieder im Blog nachzusehen, wie es den 3 Schülerinnen des MArtin Schongauer Gymnasiums in Breisach und einer Medizinisch Technischen Auszubildenden der Freiburger Uniklinik in Indien ergehen wird.


Montag, 25. Juli 2011

Norbert Scheiwe erhält den Bürgerpreis 2011

Norbert Scheiwe, der ehrenamtliche Geschäftsführer des L.U.C.Y.-Hilfswerk e.V. wurde mit dem Bürgerpreis 2011 der Sparkasse Staufen-Breisach ausgezeichnet.

zum Artikel:
Bürgerpreis 2011

Mittwoch, 6. Juli 2011

Praktikum in Indien

Dieser Eintrag kommt aus technischen Günden mit einer Verspätung. (Bericht vom 18.5.11)
Nach den kühlen Tagen in den Bergen sind wir am 08.05. nach Delhi geflogen, von dort ging es am nächsten Morgen nach Fatehpur Sikri.
Dies war im 16 Jhd. die Hauptstadt des Mongulreichs. In den verlassenen Palästen, kann man sich gut das kaiserliche Leben der damaligen Zeit vorstellen.
Da dieser Ort viele Touristen anzieht, war auch die Anzahl der Schlepper und Verkäufer dementsprechend. Die meist extrem aufdringliche und dreiste Art forderte unsere starken Nerven.

Am Nachmittag ging es weiter nach Agra, dort besuchten wir das Red Fort auch hier konnte man sich gut in die damalige Zeit zurückversetzen.
Am nächsten Morgen sahen wir zum Sonnenaufgang den berühmten Taj Mahal und auch wir waren von seiner Pracht beeindruckt.
Die Schoenheit dieses aus Marmor bestehenden Grabmahls ist wirklich etwas ganz Besonderes. Von der Gartenterasse unseres Hotels genossen wir die Mahlzeiten mit dem Blick auf den Taj Mahal.

Noch am Morgen ging es zurueck nach Delhi, hier verabschiedeten wir meine Mutter und machten uns auf den Weg Delhi zu erkunden.
Dies war bei 43 Grad leider etwas mühsam.
Nachdem wir die ersten zwei Stunden aber wirklich von allen Menschen, welche uns begegneten reingelegt wurden, beschlossen wir bei einer Cafe Pause unser weiteres Vorgehen zu überdenken. Frisch gestaerkt und mit einer Strategie gegen diese Meister der Täuschung, machten wir uns auf den Weg New Delhi zu erkunden.
Die Architektur hob sich stark von den anderen Gebauden in Delhi ab, wir besuchten zwei Maerkte einer war lebhaft und unterhaltsam, der andere eher das Gegenteil. New Delhi wird mit Sicherheit nicht zu meinen Lieblingsorten zaehlen.

Am nächsten Tag sind wir nach Old Delhi, hir gefiel es mir schon besser, es war zwar heiss, staubig und laut, aber die Menschen waren ehrlich. Wir haben den alltäglichen Wahnsinn einer Grossstadt beobachtet und einen Gewürzmarkt besucht.
Am Tag darauf ist Kirsten wieder nach Deutschland geflogen. Ich habe ein paar Tage im Adoptionsheim in Delhi verbracht. In dieser Zeit hat die Polizei mehrere Kinder gebracht, u.a. ein Baby, das im Krankenhaus auf dem Klo ausgesetzt wurde und ein Kind das verloren gegangen ist. Die meisten Kinder werden heutzutage von indischen Familien adoptiert. Wenn ein Kind 3x von einer indischen Familie abgelehnt wurde, wird es für die Adoption ins Ausland freigegeben.
Die letzten Tage verbrachte ich in einer Krabbelgruppe der Holy Cross Sisters. An einem Morgen, habe ich einen Ausflug zum Lotustempel gemacht, dieser Tempel in Form einer Lotusblüte ist nett anzusehen, auch hier hat mich die Schönheit des Marmor fasziniert.
Die Nächte in Delhi waren für mich eine Qual, in den Schlafzimmern war es besonders heiss und ohne Klimaanlage sind 43 Grad nur schwer zu ertragen. Es gab Nächte, da musste ich in den Gang weil ich im Zimmer mit Atemnot zu kämpfen hatte.
Ich denke in dieser Zeit des Jahres sollte man sich nicht in Delhi aufhalten, hier wird die Hitze wirklich gefährlich. Ich habe Delhi früher als geplant verlassen, die Hitze wurde einfach unerträglich.

Nun bin ich in Rishikesh, der Hauptstadt des Jogas, hier haben die Beatles das White Album geschrieben und auch das Leben kann man hier wieder geniessen. Näheres folgt.
Viele Grüße aus Indien 






Heim in Delhi

Mahatma Ghandi



Delhi


Auf einer Schnellstraße Richtung Agra
 Agra

Ein Mädchen an einer Ampel in Delhi bittet um Geld


 Die Schwestern im Heim in Delhi

Lotustempel in Delhi

  

Dienstag, 17. Mai 2011



 Der Kanchenjunga ( dritt hoechster Berg der Welt) bei Sonnenaufgang ( um kurz vor 5)

 Teepflueckerin in Darjeeling












Ein Stadtteil von Darjeeling
 Ein Dorf im Himalayagebirge

Samstag, 7. Mai 2011

Praktikum in Indien

Nun zu Sikkim, hier im Himalayagebirge, findet man ein Indien vor, was nicht unserer Vorstellung entspricht, wenn wir an Indien denken. Die Menschen erinnern an Tibeter oder Chinesen, sie sprechen Nepali und es ist nicht so hektisch wie sonst. Die Autos hupen nicht ununterbrochen und die Strassen werden taeglich vom Muell befreit, wobei auch hier dieser oft in den Fluessen landet. Zuerst fuhren wir nach Gangtok, der Hauptstadt Sikkims, hier verbrachten wir zwei Tage bei den Holy Cross Sisters in einer Schule. Beim morgendlichen Treffen der Schueler wurden wir vor ca. 1000 Schuelern offiziell begruesst und ich musste eine kleine Rede halten, war aufregend. Die Schwestern organisierten fuer uns eine Tour mit einem Jeep zu verschiedenen Sehenswuerdigkeiten, u.a zu einem der groessten budhistischen Kloester Indiens. Jede budhistische Familie gibt in der Regel einen Sohn in ein Kloster, bereits im Alter zwischen 5-6 Jahren, sie erhalten eine sehr gute Ausbildung und koennen sich dann entscheiden, ob sie Moench werden wollen. Von Gangtok fuhren wir 5 Stunden mit dem Jeep auf Strassen, die bei uns laengst gesperrt waeren. Das Auto sprang nur so durch Schlagloecher,  immer nahe dem Abgrund Richtung Peeling. Dort hofften wir den Kanchenjunga ( dritthoechster Berg der Welt) zu sehen. Da die Wetterlage dort nicht die tollste war, wir sahen kaum 5 m weit und es so bleiben sollte, fuhren wir gleich am naechsten Morgen nach Darjeeling ( hier kommt der beruehmte Tee her). In Darjeeling besuchten wir einen Zoo mit Tieren aus dem Himalayagebirge, dies habe ich mir etwas spektakulaerer vorgestellt, aber gut, wir hatten noch interessante Tage vor uns. Am Nachmittag fuehrte uns ein Einheimischer durch das Happy Valley, eine Teeplantage, er lud uns in sein Haus in einem kleinen Dorf inmitten der Plantage zum Tee ein. Wir bewunderten die vielen Teepflueckerinnen, die an guten Tagen 40 kg Teeblaetter pfluecken,stets den Pflueckkorb auf dem Ruecken tragend. Das Happy Valley ist ein idyllischer Ort am Rande von Darjeeling, trotz Armut im Tal strahlen die Leute ein Zufriedenheit aus. Dann traten wir ein Highlight meines Aufenthaltes an, eine zweitaegige Trekkingtour von Indien nach Nepal. Morgens um 5.00 Uhr zum Sonnenaufgang sahen wir in dann, den Kanchenjunga, es war ein ganz besonderes Erlebnis und der Blick auf die 7000 und 8000er Berge war schon spektakulaer. Unsere ganze Hoffnung lag darin, den hoechsten Berg der Welt, den Mount Everst zu sehen, als wir am Aussichtspunkt ankamen, haben wir leider nur Wolken gesehen oh mann, ich konnte es nicht glauben. Normalerweise ist um diese Jahreszeit klare Sicht, doch dieses Jahr ist die Regenzeit 6 Wochen fruehr als sonst, ja ich sag nur schade. Heute morgen sind wir um 4 Uhr aufgestanden, um den Sonnenaufgang vom Tiger Hill zu sehen. Diesmal hatten wir Glueck, wir sahen einen sehenswerten Sonnenaufgang mit Blick auf den Kanchenjunga, hier war die letzte Moeglichkeit den Mount Everest zu sehen doch auch hier sahen wir nur Wolken vor ihm.Heute verlassen wir das imposante Himalayagebirge und gehen zurueck zu den Holy Cross Sisters, morgen fliegen wir nach Delhi,
viele Gruesse aus Indien  

Freitag, 6. Mai 2011

Praktikum in Indien ( Bilder zum letzten Eintrag)

Ein entspannter Tag in den Backwaters
 In den Backwaters wird Waesche, Koerper und Geschirr gewaschen
 Hier die beruehmten chinesischen Fischernetze in Fort Cochin
 In einem Heim in dem Kinder auf ihre Adoptionseltern warten
 Jacinta und ich haben den Kindern in den Ferien Englischunterricht gegeben


Das leben in Patna
 In derBlinden- und Gehoerlosenschule in Patna

Montag, 2. Mai 2011

Praktikum in Indien

Hallo aus der Ferne,
diesmal weiss ich nicht wo ich anfangen soll, da ich seit dem letzten Eintrag ziemlich viel gesehen und erlebt habe. Ich beginne mit den letzten Tagen in Kottur, dort nahm ich die Moeglichkeit wahr, eine Einrichtung kennenzulernen, die schwangere Frauen aufnimmt, welche ihr Kind aus unterschiedlichen Gruenden, oft auch wegen Vergewaltigung, zur Adoption freigeben. Neben den Frauen waren noch 6 Babys da, die bereits adoptiert sind und warteten bis der Papierkrieg eines Adoptionsverfahren beendet ist. Im Gespraech mit den Verantwortlichen informierte ich mich ueber das Adoptionsverfahren in Indien, erwaehnenswert, dass es fuer Auslaender schwierig ist indische Kinder zu adoptieren, so dass diese in ihrem Land und ihrer Kultur aufwachsen koennen..
Am 21.4. ist meine Mutter in Indien gelandet, mit ihr habe ich vier Tage Kerala bereist. Wir verbrachten gemeisam mit Privatkoch und einem Steuermann eine Nacht auf einem Hausboot  in den beruehmten Backwaters. Die Backwaters sind ein traumhaftes Paradies, sie bestehen aus vielen kleinen Flussarmen, umgeben von Reisfeldern und kleinen idyllischen Doerfern. Fasziniert beobachteten wir das Leben der Einheimischen, Waesche bzw. Geschirr waschen, Kinder baden, kochen, alles fand unter unseren staunenden Augen statt. Gastfreundlich wie die Menschen hier sind, wurden wir an Land von einer Familie zum Tee in ihr Haus eingeladen. Fern von der Hektik und den vielen Menschen genossen wir die Ruhe in der maerchenhaften Landschaft.
 Am naechsten Tag fuhren wir stundenlang mit dem einheimischen Bus, was jedesmal sehr unterhaltsam ist an den den Strand vonVarkala. Wir wanderten auf den spektakulaeren Klippen, sonnten uns am wenig bevoelkerten Strand, bewunderten unbeschreibliche Sonnenuntergaenge, lernten das touristische Leben Indien’s kennen. Wir kehrten zurueck zu den Schwestern nach Aluva, am naechsten Tag machten wir uns auf den Weg nach Fort Cochin, dort bestaunten wir die beruehmten Chinesischen Fischernetze. Ein netter Rikschahfahrer bot uns eine 2stuendige Insider-Sighseeing-Tour durch Fort Cochin an, zunaechst waren wir etwas skeptisch, dann jedoch sehr begeistert. Mit Boot und Zug fuhren zurueck zu unseren Sisters, um am naechsten Morgen Abschied zu nehmen von Kerala und den Elisabethschwestern. Ich habe die 2 Monate mit ihnen sehr genossen und bin fuer die zahlreichen Informationen und vielseitigen Erfahrungen und alles was sie mir ermoeglicht haben sehr, sehr dankbar. Besonders sister Jacinda fuer ihre aussergewoehnliche und lehrreiche Unterstuetzung ein besonderer Dank.
Am 27.4 sind wir dann ueber Delhi nach Patna geflogen. Hier fand ich ein mir bisher fremdes, neues Indien. Die Armut, die wir in Patna vorfanden, war anders als in Kerala oder Andrah Pradesh. Es gab nicht ein paar bemitleidenswerte Menschen, hier war die Armut allgegenwaertig, es ist die Masse, die man sah und wusste, hier ist Hilfe bitter notwendig. Auf dem Weg vom Flughafen zum Convent der Schwestern kam es mir vor, als sei ich in ein anderes Land geflogen. Auch hier nahmen uns die Schwestern sehr herzlich auf. Am ersten Tag fuhren wir mit einem Lehrer in eine Schule und konnten sehen, wie er mit Hilfe von Lucy in mehreren Klassen den Schuelern einen Vortrag ueber Aidspraevention hielt, wir waren von seiner Kompetenz der Vermittlung des doch heiklen Themas begeistert. Fuer die Schueler war es anscheinend sehr aussergewoehnlich  “weisse”  Menschen zu sehen, selbst der Rektor war ueber alle Massen begeistert, ein gemeinsames Bild von uns bekommt einen Ehrenplatz im Rektorat und alle Schueler wollten Autogramme von uns. Wir fanden das so witzig, dachten wir sind im falschen Film, wir wollten uns einen interessanten Vortrag anhoeren und ploetzlich standen wir derart im Mittelpunkt. Am naechsten Tag informierten wir uns in der  Schule, der Holy Cross Sisters fuer Blinde, Taubstumme und geistig Behinderte, wir  waren positiv ueberrascht, welche Moeglichkeiten die Holy Cross Sisters diesen Kindern bieten.
 Am 29.4 ist dann eine Freundin von mir angekommen, zu dritt  fuhren wir mit dem Nachtzug nach Siliguri. Wir gewoehnen uns mittlerweile daran angestarrt zu werden, bei dieser Nachtfahrt war es eine eher unangenehme Erfahrung. In Siliguri betreiben die Holy Cross Sisters eine Krankenstation, von hier aus ging es am gleichen Tag weiter nach Sikkim. Ja, in Sikkim zeigt sich Indien von einem ganz anderen Gesicht, aber dazu komme ich im naechsten Bericht.
Viele Gruesse aus dem endlich kuehleren Sikkim